Freitag, 22. Juli 2016

[Rezension] We All Looked Up // Tommy Wallach




Titel: We All Looked Up
Originaltitel: We All Looked Up
Autor: Tommy Wallach
Übersetzt von: Henriette Zeltner
Verlag: cbj
Originalverlag: Simon & Schuster
Seitenanzahl: 448
ISBN: 978-3-570-40342-6
Einband: Klappenbroschur
Bildquelle: © cbj
Einzelband




Warum ich das Buch gelesen habe


Ich hatte davor noch nie etwas von dem Buch gehört, aber als ich es in der Buchhandlung entdeckt habe, musste ich es einfach lesen.

Inhalt


Was wäre, wenn ein riesiger Asteroid durchs All Richtung Erde trudeln würde und man eventuell nur noch zehn Wochen Zeit hätte, um all seine Wünsche und Hoffnungen in die Tat umzusetzen? Peter, Eliza, Anita und Andy müssen sich kurz vor dem Schulabschluss genau dieser Frage stellen. Ihnen bleiben zehn Wochen, um all ihre Hoffnungen und ihre Herzen in die Waagschale zu werfen, denn vielleicht, vielleicht, ist es die einzige Zukunft, die sie haben. In diesem existentiellen Carpe-Diem-Szenario stellt sich für den Sunnyboy Peter ebenso wie für die ehrgeizige Anita die Frage, was für sie wirklich zählt, und auch der sorglose Andy und die fatalistische Eliza mit ihrer Nach-mir-die-Sintflut-Haltung müssen zum ersten Mal ernsthaft ihr Leben überdenken.
Quelle & ©: cbj


Meine Meinung


Zur Idee und zum Inhalt:

Das Buch behandelt ein Thema, das ich eigentlich bis jetzt nur von Filmen kenne. Ihr wisst schon 2012, The Day After Tomorrow und so ein Zeug (falls es euch interessiert: die Filmrechte sind sogar schon verkauft).
Allerdings hat mir dieses Buch gezeigt, das das schon einen Grund hat. Offensichtlich gehört dieses Thema einfach eher auf die Leinwand. Denn...ich wurde enttäuscht. Es ist sogar ziemlich schwer zu sagen, was das Hauptproblem war, denn das Buch hat im Allgemeinen einfach enttäuscht. Es war keine klarer Handlungsstrang zu sehen, der rote Faden hat einfach gefehlt. Eine Geschichte besteht, grob gesagt, aus einem Ziel und während die Protagonisten es erreichen wollen, werden ihnen ganz viele Probleme in den Weg geworfen. Eigentlich bin ich ja kein allzu großer Fan dieser Theorie, da ein gutes Buch meiner Meinung nach sehr viel mehr ausmacht und dieses kleine Rezept mit der Zeit fast schon nervt, aber es existiert schließlich auch aus einem Grund. Versteht mich nicht falsch: ich bin immer dafür, wenn Autoren mal das altbekannte Muster außer Acht lassen und etwas komplett Neues kreieren, aber das muss dann halt auch gut sein. 
Es hat mich also einfach nicht mitgenommen, ich habe nicht wirklich mitgefiebert und es hat mich auch einfach nicht interessiert, was als nächstes passiert. 
Was aber nicht heißen soll, dass mir das Buch überhaupt nicht gefallen hat, einige Szenen und Aspekte mochte ich sogar sehr gerne, aber das reicht einfach nicht. Es wird mir ganz bestimmt in Erinnerung bleiben und ich bereue es nicht komplett, aber ich glaube ich hätte auch nichts Großartiges verpasst, hätte ich es nicht gelesen. 
Teilweise war es auch einfach unrealistisch, manchmal war alles zu übertrieben dargestellt oder die Reaktionen der Charaktere auf die verschiedensten Ereignisse, hätten im echten Leben so nie stattgefunden. 
Das Ende war voraussehbar, zumindest für mich. Also nicht wahnsinnig überraschend, aber das ist schon okay. Ich könnte mir selber kein besseres vorstellen. 

Zum Schreibstil und den Charakteren:

Der Schreibstil war jetzt zwar auch nicht sonderlich besonders, aber auch nichts, woran man meckern könnte. 
Die Charaktere sind alle sehr verschieden, stammen aus den unterschiedlichsten sozialen Milieus und haben alle komplett andere Sichtweisen auf das Leben. Das ist etwas was mir sehr gut gefällt, denn so hat sich jeder vom anderen abgehoben. 
Allerdings bedeutet das nicht, dass sie mir allzu sympathisch waren. Ich konnte mich mit keinem von ihnen so richtig anfreunden, außer vielleicht mit Peter (ich musste seinen Namen gerade nochmal raussuchen - das ist nie ein gutes Zeichen, es ist vielleicht eine Woche her, dass ich das Buch gelesen habe). 

Zum Titel und zur Gestaltung: 

Der Titel gefällt mir recht gut, das Cover ist okay, auch wenn mir mal wer erklären müsste, welche Szene der Geschichte es bitte wiederspiegeln soll. Allerdings passt es gut zur Stimmung. 

Fazit


Ein schwaches Buch, das allerdings auch ein paar Stärken wie wirklich gelungene Szenen und vielseitige Charaktere aufweisen kann. Allerdings ist es größtenteils sehr langatmig und unspektakulär. Vielleicht kann der ein oder andere von euch dem Ganzen noch etwas Spannendes abgewinnen und ist von der Art der Charaktere total begeistert, aber bei mir war das leider nicht der Fall. 





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